Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, 2012

Tour Dates: 28 Oct - 3 Nov, 2012

Bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt.


Tour Dates
  • 28 Oct - 3 Nov, 2012

 

Christian Thielemann
Chefdirigent ab 2012

Sir Colin Davis
Ehrendirigent

Am 22. September 2008 feierte die Sächsische Staatskapelle Dresden ihr 460-jähriges Bestehen: 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, ist sie eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt. Bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt.

Zu ihren Leitern gehörten u.a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine »Wunderharfe« bezeichnete. Bedeutende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt, Giuseppe Sinopoli und Bernard Haitink. Von 2007 bis 2010 leitete Fabio Luisi als Generalmusikdirektor die Sächsische Staatsoper und Staatskapelle Dresden. Im Sommer 2012 übernimmt Christian Thielemann die Position des Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle. Ehrendirigent des Orchesters ist seit 1990 Sir Colin Davis; Myung-Whun Chung trägt ab der Spielzeit 2012/2013 den Titel Erster Gastdirigent.

Richard Strauss war der Staatskapelle mehr als sechzig Jahre lang freundschaftlich verbunden. Neun seiner Opern, darunter »Salome«, »Elektra« und »Der Rosenkavalier«, wurden in Dresden uraufgeführt; seine »Alpensinfonie« widmete er der Staatskapelle. Auch unzählige andere berühmte Komponisten schrieben Werke, die von der Staatskapelle uraufgeführt wurden bzw. ihr gewidmet sind. An diese Tradition knüpft das Orchester seit 2007 mit dem Titel des Capell-Compositeurs an, den seither die Komponisten Isabel Mundry, Bernhard Lang, Rebecca Saunders und Johannes Maria Staud innehatten. Die Capell-Compositrice der Saison 2011/2012 ist Lera Auerbach.

Die Sächsische Staatskapelle ist in der Semperoper beheimatet und musiziert hier pro Saison etwa 260 Opern- und Ballettaufführungen. Hinzu kommen ca. 50 symphonische und kammermusikalische Konzerte sowie eine Konzertreihe in der Dresdner Frauenkirche. Als eines der international begehrtesten Symphonieorchester gastiert die Staatskapelle regelmäßig in den großen Musikzentren der Welt. Ab 2013 wird die Sächsische Staatskapelle Dresden das Orchester der Osterfestspiele Salzburg, deren Künstlerischer Leiter Christian Thielemann sein wird.

Die Staatskapelle engagiert sich auch in der Region: Seit Oktober 2008 ist sie Patenorchester des Meetingpoint Music Messiaen in der Doppelstadt Görlitz-Zgorzelec. Im September 2010 rief sie darüber hinaus die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch (Sächsische Schweiz) mit ins Leben, die sich – als einziges Festival weltweit – jährlich dem Schaffen des Komponisten Dmitri Schostakowitsch widmen.

2007 erhielt die Sächsische Staatskapelle Dresden als bislang einziges Orchester in Brüssel den »Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes«.

Seit 2008 ist Die Gläserne Manufaktur von Volkswagen Partner der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Christian Thielemann
Chefdirigent ab August 2012

Christian Thielemann wurde in Berlin in eine musikbegeisterte Familie hineingeboren. Seine berufliche Laufbahn begann er 1978 als Korrepetitor an der Deutschen Oper Berlin. Nach Stationen in Gelsenkirchen, Karlsruhe und Hannover wurde er 1985 Erster Kapellmeister an der Düsseldorfer Rheinoper. 1988 trat er als jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands in Nürnberg an, bevor er 1997 für sieben Jahre in gleicher Position an die Deutsche Oper Berlin zurückkehrte. Von 2004 bis 2011 war Thielemann Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Im Sommer 2012 übernimmt er als Chefdirigent die Leitung der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Christian Thielemann hat ein breites Repertoire, das von Bach bis zu Henze und Gubaidulina reicht. Seine Interpretationen des deutsch-romantischen Opern- und Konzertrepertoires gelten weltweit als exemplarisch. Seit seinem Bayreuth-Debüt im Jahr 2000 (»Die Meistersinger von Nürnberg«) hat er die Festspiele alljährlich durch Maßstab setzende Dirigate geprägt. Bei den Salzburger Festspielen 2011 leitete Thielemann eine Neuproduktion der »Frau ohne Schatten« von Richard Strauss.

Thielemanns Diskographie ist umfangreich und umfasst zahlreiche Aufnahmen symphonischer Werke und Opern bei der Deutschen Grammophon. Mit den Wiener Philharmonikern erarbeitete er sämtliche Beethoven-Symphonien, deren Mitschnitt im Herbst 2010 auf DVD und im Dezember
2011 auf CD veröffentlicht wurde. Mit der Staatskapelle Dresden sind bereits Bruckners achte Symphonie, Beethovens »Missa solemnis«, die Mitschnitte der ZDF-Silvesterkonzerte 2010 und 2011, »Faust«-Kompositionen von Wagner und Liszt sowie Brahms' erstes Klavierkonzert mit dem Pianisten Maurizio Pollini erschienen.

Ab 2013 übernimmt Christian Thielemann die Künstlerische Leitung der Osterfestspiele Salzburg, deren Orchester die Sächsische Staatskapelle Dresden sein wird.

Im Oktober 2011 wurde Christian Thielemann zum Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London ernannt. Im Umfeld des Liszt-Jubiläums wurde ihm im gleichen Monat außerdem die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar verliehen.